Junger Businessman auf einem Fahrrad mit Hemd

Firmenfahrrad – alle Informationen und Vorteile rund um das Leasing eines Dienst- bzw. Jobfahrrads

Der Wunsch und die Sensibilisierung hinsichtlich eines gesunden und aktiven Lebensstils sind so groß wie noch nie. Somit gewinnt das Fahrrad, speziell das E-Bike, immer mehr an Beliebtheit und Bedeutung.

Ein Firmenfahrrad, welches auch privat uneingeschränkt genutzt werden kann, eignet sich hervorragend als Alternative zum Firmenwagen. Ein Fahrrad, wie ein E-Bike als Firmenfahrrad, unterstützt schlussendlich sowohl die Gesundheit, als auch den Umweltschutz.

Die Vorteile eines Dienstfahrrades liegen klar auf der Hand. Ein Dienstfahrrad steht erstmal jedem offen.

Auch dem Ziel der Gesundheitsförderung und dem aktivem Freizeitausgleich wird mit einem Firmenfahrrad nachgekommen. Der Arbeitnehmer versteuert monatlich lediglich 1 % des Listenpreises und darf das Fahrrad auch zur Privatnutzung fahren. Kosten für das Leasing und die Versicherung des Dienstfahrrades werden, außer der Arbeitgeber übernimmt diese, vom Bruttogehalt des Arbeitnehmers abgezogen werden, wodurch sich für beide Seiten ein Steuersparmodell ergibt.

Im Vergleich zum Firmenwagen entfällt zudem eine Abgabe, die sich an der Entfernung vom Wohnort zum Arbeitsplatz bemisst. Das macht das Firmenfahrrad für den Arbeitnehmer finanziell noch attraktiver.

Dienstrad statt Firmenwagen – kann das sinnvoll sein?

Im Zeitalter des Klimawandels, der exzessiven Abholzung des Regenwaldes und anderen Umweltsünden gehen immer Menschen dazu über, bewusst auf den eigenen ökologischen Fußabdruck zu achten. Wer zu jenen Menschen gehört, schlägt mit einem Dienstfahrrad gleich „zwei Fliegen mit einer Klappe“.

  1. Einerseits beteiligt man sich aktiv am Schutz der Umwelt.
  2. Anderseits tut man mit einem Firmenrad dem eigenen Körper noch etwas Gutes.

Wer in der Großstadt wohnt und Tag für Tag teilweise Stunden damit verbringt, sich am Morgen und am Nachmittag durch den immer dichter werdenden Berufsverkehr zu quälen, strapaziert nicht nur sein Freizeitkonto erheblich, sondern auch seine Nerven.

Wer während der unzähligen Ampelphasen immer wieder Fahrradfahrer beobachtet hat, die sich am Stau vorbeischlängeln, hat mit Sicherheit schon einmal das eigene Auto verflucht. Wozu also ein Firmenwagen, der lediglich als Statussymbol dient, aber jeden Tag wertvolle Zeit mit den Liebsten kostet?

Nicht zu unterschätzen ist ebenfalls die Nutzung des Firmenfahrrads in der Freizeit. Wer sich für die Fahrradtour am Wochenende schon immer ein E-Bike gewünscht hatte, dies jedoch in Anbetracht des Preises wieder verworfen hatte, kann durch ein geleastes Bike über den Arbeitgeber sich diesen Traum erfüllen und spart, im Vergleich zum Privatkauf, Kosten ein.

Mann steht vor einem Fahrrad

 

 

Ab wann und für wen lohnt sich ein Firmenfahrrad?

Prinzipiell ist das Modell für jeden interessant, der gerne mit dem Fahrrad fährt, weil das Dienstfahrrad nicht nur für den Arbeitsweg gemacht ist. Wer sich dann noch in einer Stadt mit vergleichsweise viel Verkehr bewegen muss, um zu seiner Arbeitsstelle zu kommen, profitiert von einem Dienstfahrrad umso mehr.

Da es dem Staat mittlerweile im Grunde egal ist, ob ein Arbeitgeber mit Muskelkraft oder irgendeinem anderen Antrieb den Arbeitsweg antritt (Auto, herkömmliches Rad, E-Bike oder Pedelec), ist dieses Modell auch für die Einkommenssteuer attraktiv geworden.

Wie funktioniert das Modell eines Dienstrades?

Doch wie ist das möglich? Im Grunde funktioniert das Modell wie folgt: 

1. Der Arbeitgeber least ein Fahrrad im Rahmen eines Leasingvertrages. Meist wird hier sogar gleich eine ganze Flotte durch Leasing mobilisiert, woraus sich bereits ein erheblicher Preisvorteil ergibt.

2. Auch weitere Services – z.B. die regelmäßige Wartung der Fahrräder – können Bestandteil der Versicherung sein, die beim Leasing mit abgeschlossen wird.

3. Leasingnehmer wird der Arbeitgeber. Er muss in einem Überlassungsvertrag oder einem Zusatz zum Arbeitsvertrag die Vereinbarung mit seinem Mitarbeiter schriftlich festlegen.

4. Der Arbeitnehmer kann das Rad dann sowohl für den Arbeitsweg als auch privat verwenden, beispielsweise für einen sonntäglichen Ausflug mit der Familie.

5. Damit erhält er einen sogenannten geldwerten Vorteil, welcher mit 1 % des brutto Listenpreises pro Monat versteuert werden muss.

Die Leasingrate und die Versicherungsprämie unterliegen der Gehaltsumwandlung und senken das steuerpflichtige Einkommen. Bei einem privaten Leasing hätte der Arbeitnehmer die Kosten von seinem Netto-Einkommen bezahlen müssen.

Obwohl der Arbeitnehmer auf einen Teil seines Bruttolohns verzichtet, profitiert er also von einer relativen Steuerersparnis. Auch die Sozialabgaben verringern sich.

Was als finanzielle Belastung übrigbleibt, ist erheblich günstiger als jede private Finanzierung oder gar ein Kauf. Sie sparen bares Geld.

Hier ein kleiner Vorteilsrechner:

  • angenommen das Bruttogehalt beträgt 3000€
  • angenommen die Leasingrate beläuft sich auf 83,95€
    • diese wird vor Abzug der Steuern vom Bruttogehalt abgezogen
    • das Bruttogehalt beträgt nach Abzug der Leasingrate dann 2946,05€
  • angenommen ein Fahrrad kostet 3000 €
  • 1 % von 3000 € sind 30 €
  • abzüglich der 30 €, Steuern (die auf das Bruttogehalt mit der inkludierten Leasingrate fallen), Abgaben etc. bleiben noch 1826,36€ netto
 

(Quelle: Das Rechenbeispiel mit dem Rechner von lease-a-bike.de)

Genaueres zum Ablauf des Leasings seitens des Arbeitgebers und alle Infos zum Ablauf die den Arbeitnehmer betreffen können auf den jeweiligen Anbieterseiten oder in Informationsratgebern nachgelesen werden.

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Insgesamt entstehen für den Arbeitnehmer also verhältnismäßige geringe Kosten. Daher lohnt es sich für Menschen, die tagtäglich für das Pendeln einer kurzen Strecke innerhalb der Stadt mit dem Auto viel Zeit aufwenden müssen nicht nur aus zeitlichen Gründen, sondern auch in einem nicht unerheblichen Maße finanziell.

Gut zu wissen: Zahlt der Arbeitgeber zumindest einen Teil der laufenden Kosten für das Dienstfahrrad, kann er diese als Betriebsausgaben bei der Steuer angeben. Dadurch verringert sich der Gewinn und die Steuerbelastung fällt für den Unternehmer niedriger aus. Dieser Betrag macht sich vor allem bei größeren Fahrradflotten bemerkbar.

Arbeitnehmer, die ihren Chef noch vom Modell des Dienstfahrrades überzeugen möchten, sollten also unter anderem auf dieses Argument zurückgreifen. Eine Maßnahme, die den Mitarbeiter motiviert und gleichzeitig Steuern spart, sollte für jeden Arbeitgeber interessant sein.

Was kommt nach dem Leasing?

Was für das Leasing von Autos gilt, trifft grundsätzlich auch auf Fahrräder zu. Die Leasingverträge sind schließlich ähnlich aufgebaut. Auch hier kann das Fahrrad nach Ablauf der Leasingzeit entweder beim Leasinggeber zurückgegeben oder häufig auch für einen Restwert, welcher in der Regel mindestens 15 – 20 % des Listenpreises beträgt, gekauft und damit dauerhaft behalten werden.

Sollte die Wahl darauf fallen, ein neues Fahrrad im Anschluss zu leasen, können Arbeitgeber und Arbeitnehmer eventuell sogar noch auf Verbesserungen der Konditionen hoffen. Schließlich wird das Leasingunternehmen interessiert daran sein, die Geschäftsbeziehung aufrechtzuerhalten und dementsprechend ein günstigeres Angebot unterbreiten.

Fazit – das Dienstrad ist eine tolle Alternative

Der Trend mit dem Dienstrad mag zwar noch recht neu sein – allerdings ist schon jetzt zu erkennen, dass diese Variante zahlreiche Vorteile bietet:

  • geringere Kosten im Vergleich zu einem Privatleasing oder Erwerb des Fahrrads
  • Nutzung des Fahrrads in der Freizeit
  • mögliche Zeitersparnis zu den Stoßzeiten im Berufsverkehr
  • ein Beitrag zum Umweltschutz und für die eigene Gesundheit

Ein Dienstwagen als protziges Statussymbol hat vielleicht schon in naher Zukunft ausgedient und die flexiblere Variante auf zwei Rädern läuft ihm den Rang ab.

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